Wer sich wohlfühlt, arbeitet besser. Diesem Credo entsprechend verbreitet sich die New-Work-Bewegung im deutschsprachigen Raum stetig. Doch wird man tatsächlich erfolgreicher, glücklicher oder gar leistungsfähiger, wenn man sich bloß wohlfühlt? Alex Schreiner, der als Blogger hauptsächlich digital arbeitet, hat sich darüber Gedanken gemacht. Er nennt sieben Dinge, die auf dem Schreibtisch der Zukunft nicht fehlen sollten.

Unsere Arbeitswelt verändert sich in eine Richtung, die Mitarbeitern mehr Freiräume verspricht: zeitlich, räumlich und persönlich. Umso relevanter werden auch Fragen nach dem Büro der Zukunft: Wie verändert sich der eigene Schreibtisch? Gibt es ihn überhaupt noch? Und wenn ja: In welcher Form?

Auf dem Vormarsch: ortsunabhängiges Arbeiten

Riesige Großraumbüros, gleitende Arbeitsplätze oder völlige Ortsunabhängigkeit – Trends der modernen Arbeitswelt gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Insbesondere in modernen Konzernstrukturen können sich Angestellte zunehmend ausprobieren und stellen immer weniger Ansprüche, was den klassischen Schreibtisch betrifft. Oftmals gilt: Wo sich ein Platz findet, wird gearbeitet. Doch scheint auch diese räumliche Ungebundenheit nicht die Ideallösung zu sein – wenngleich die Richtung sicher nicht verkehrt ist. Denn Fakt ist: In Zukunft arbeiten wir zunehmend ortsunabhängig.

Dementsprechend liegt es an den Unternehmen selbst, attraktive Arbeitsplatz-Lösungen anzubieten. Die Großzahl unserer Büros bedarf schon jetzt dringender Nachrüstung. Ein Blick auf den Schreibtisch der Zukunft verrät, dass insbesondere die fortschreitende Technologisierung Einzug in den persönlichen Arbeitsbereich halten muss. Welche Elemente gehören also auf den Schreibtisch der Zukunft? Und steht dieser wirklich noch fest verankert im Büro?

Vom klassischen Schreibtisch zur modernen Workstation

Pro Büro, contra Schreibtisch – zumindest aus herkömmlicher Sicht. Denn: Elemente des eigenen Schreibtisches befinden sich künftig zu mindestens 50 Prozent in der eigenen Tasche – und müssen flexibel einsetzbar sein. Das Stichwort lautet „Open Office“: Viel Raum, viel Kreativität und keine festen Arbeitsplätze. Wer vor Ort arbeiten möchte, wählt seinen Arbeitsplatz selbst.

Dabei muss es sich nicht einmal um einen klassischen Schreibtisch handeln. Schließlich sind die Zeiten von endloser Schreibarbeit längst vorbei, da künftig intelligente Voice-Assistenten solch unliebsame Arbeiten übernehmen. Somit gelten eine gemütliche Lounge-Ecke, Ruhebereiche oder ein In-House-Café als ebenso gefragte Workstations wie ein herkömmlicher Schreibtisch.

7 Elemente, die künftig nicht fehlen dürfen

Der Haken: Jede Workstation muss mit einigen technischen Assets ausgestattet sein, um reibungslose Arbeitsabläufe zu garantieren. Und auch persönliche Elemente sollten nicht zu kurz kommen. Was also gehört zur Workstation der Zukunft?

1. Notebooks und Tablets
So unspektakulär es klingen mag: Laptops oder Tablets könnte es noch länger geben, als wir vermuten. Bisher nutzt der durchschnittliche Mitarbeiter etwa sechs Geräte, um auf das Firmennetzwerk zuzugreifen. Dank der verstärkt auf den Arbeitsmarkt strömenden Digital Natives nimmt diese Zahl jedoch stetig zu, was bedeutet: Der Bedarf an einzubindenden Geräten steigt. Somit darf auch am Arbeitsplatz der Zukunft der nötige Raum für eigene Geräte nicht fehlen.

2. Kabellose Ladestationen
Lange Ladezeiten und lästiger Kabelsalat gehören schon bald der Vergangenheit an. Die moderne Workstation bringt immerhin flexible Oberflächen in unsere Büros. Ganz egal, ob Couch- oder Schreibtisch: Das, was wir als einfache Tischplatte kennen, ist in einigen Jahren mit Ladeflächen für unsere Geräte ausgestattet. So gehören leere Akkus und versehentlich ungesicherte Dateien der Vergangenheit an.

3. Intuitiv bedienbare Oberflächen
Spannend wird es jedoch erst, wenn es um die individuelle Nutzbarkeit von Schreibtischoberflächen geht: Was heute als Ablagefläche gilt, wird sich künftig als intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche in den Vordergrund spielen. Statt über einen fest installierten Computer können ganz leicht über jede im Büro vorhandene Oberfläche sämtliche Netzwerkdaten abgerufen werden. Das eigene Notebook, das eigene Tablet oder sonstige Geräte bieten hierzu das mobile Pendant.

4. Software zur Zusammenarbeit
Wer selbst bestimmt, frei und ortsunabhängig arbeitet, bedarf des regen Kontakts zum eigenen Team und zu außenstehenden Kooperationspartnern. Umso wichtiger werden Collaboration-Tools auch in Zukunft: Die Teamorganisation, interne Absprachen und eine klare Kommunikation legen mit Blick auf individuell wählbare Arbeitsumfelder an Bedeutung zu. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen gelingt dies heute bereits mit Dokumentenmanagement-Lösungen. Diese ermöglichen einen flexiblen Zugang zu benötigten Informationen. (Wie dies genau funktioniert, erklären wir hier)

5. Analoge Schnittstellen
So digital wir uns die Zukunft des Arbeitsplatzes auch vorstellen mögen, so intuitiv muss seine Anbindung an den Menschen sein. Daher sind analoge Schnittstellen wie die reibungslose Übersetzung von handschriftlichen Notizen in digitale Typografie nicht zu vernachlässigen, wenn es um die Fähigkeiten einer künftigen Workstation geht. Zwar zählen diese Features zur smarten Oberfläche eines Arbeitsplatzes der Zukunft. Dennoch sollten wir uns im Klaren darüber sein, dass die Gewohnheiten des Menschen durch jede digitale Technologie zwar verändert, aber nicht vergessen werden.

6. Smoothie, Kaffee und Co.
Persönliche Vorlieben, Wohlfühloasen und symbolische Kickertische zählen in Zukunft zum Herzstück moderner Büros. Daher gilt: Wie im Großen, so im Kleinen. Der moderne Arbeitsplatz muss also nicht nur digital einiges hergeben, sondern auch Raum für persönliche Elemente bieten. Die obligatorische Tasse Kaffee oder Tee sowie ein Smoothie als Energielieferant müssen auch künftig ihren Platz am eigenen Schreibtisch finden. Ob mobil oder stationär im Büro.

7. Raum und Ideen
Drucker, Tastatur, Maus, Scanner und Co. – auf Dauer werden wir heute gängige Bedienelemente nicht mehr benötigen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass der „Schreibtisch der Zukunft“ mit Nachfolgeprodukten oder Ersatzartikeln zugestellt wird. Im Gegenteil: Wer seine Arbeitsleistung verbessern möchte, benötigt Raum für neue Ideen. Genügend Platz, um eigene Gedankengänge zu verfolgen und notwendige Skizzen zu entwickeln und weiterzudenken.

Der moderne Arbeitsplatz zeichnet sich also nicht nur durch neueste digitale Gadgets und persönliche Wohlfühlelemente aus, sondern auch durch das bewusste Weglassen von überflüssigen Dingen, die wir heute noch als unverzichtbar ansehen würden. Wer aufgrund dieser Zukunftsaussichten bereits hektisch den eigenen Schreibtisch umfunktioniert, darf sich vorerst beruhigen: Die Veränderung erfolgt in kleinen Schritten. Orientieren Sie sich dabei an den Anforderungen Ihrer Mitarbeiter.

Neue Anforderungen

Da moderne Arbeitsweisen immer flexibler, individueller und multilokaler werden, gewinnen persönliche Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an Bedeutung. Durch das Eingehen auf die geänderten Bedürfnisse der Mitarbeiter kann langfristig nicht nur die Arbeitgeberattraktivität gestärkt werden. Auch dem demografischen Wandel sowie dem Fachkräftemangel kann entgegengewirkt werden. Weitere Informationen zu diesen neuen Anforderungen gibt es auch in unserem E-Book „Future of Work: Fünf Tipps für die Arbeitswelt der Zukunft